“Die Neue” im Feldtest
Manchmal hat ein Freitag, der 13. auch etwas Gutes. So zum Beispiel in diesem Jahr, denn just an diesem Freitag klingelte der DPD-Fahrer und hinterließ ein auf den ersten Blick unscheinbares, braunes Paket. Nur die Banderole verriet dem Wartenden, was sich in seinem Inneren befand.
Das Paket war von meinem Lieblings-Telefonanlagenhersteller, und in seinem Inneren befand sich das neueste Fohlen aus dem Stall: Die COMmander 6000. Ich hatte 2004 beim Feldtest des Business einmal das Wort “Baby” für die neue Anlage in diversen eMails und Telefonaten verwendet; und irgendwie hat sich das auch im Hause Auerswald selbst als Begriff für die “Frischlinge” etabliert.
Was ist denn jetzt ein Feldtest? So wie oben auf dem Bild ist es bei uns dann doch nicht ganz. Einem Feldtest geht erst einmal eine ziemlich lange Entwicklungszeit bei Auerswald selbst voraus, denn was üblicherweise in den Feldtest geht, kann inzwischen zumindest schonmal sehr ordentlich telefonieren
. Gut, das ist jetzt etwas untertrieben, denn die COMmander 6000 konnte von Anfang an schon deutlich mehr, und das auch sehr stabil. Hat ein neues Produkt wie diese Anlage eine gewisse Reife erreicht, erhalten einige ausgewählte Personen ein Exemplar davon, um es auf Herz und Nieren zu testen … Vorzugsweise im “scharfen” Betrieb. Was für ein Glück, dass die beste Ehefrau der Welt auch ein gewisses Technikinteresse aufweist, fleißig Problemchen mitnotiert und gleich eine Bestimmung des WAF (Woman Acceptance Factor) mitliefert.
6000 ersetzt Business
Das neueste Baby schickte sich also dazu an, die Business von der Wand zu verbannen. Und wer meint, das liebgewonnene Hobby ist nicht auch mit Arbeit verbunden: Es gibt keine Möglichkeit, die Konfiguration der Business auf die 6000-er zu übertragen. Im Klartext heißt das: “Thanks god, it’s friday”! Der Abend kann also etwas länger werden: Das neue Baby kommt mit ans LAN, und dank zweier Monitore am Rechner gab’s die 6000-er links und die Business rechts, was das Übernehmen der Konfiguration doch deutlich einfacher macht. Am Samstag gegen 12:30 war es dann geschafft … und JA, ich hatte ausreichend Schlaf und ein ausgiebiges Familienfrühstück am Samstagmorgen.
So vorbereitet und mit ein paar Tabellen auf Papier ging es dann trotz Sonnenschein in den Keller, denn es gab eine neue Aufgabe zu bewältigen: Die 6000-er gibt es in dieser Phase nur als Wandgehäuse, mit dem großen Vorteil, dass alle Karten für die Teilnehmeranschlüsse weiterverwendet werden können. Der große Nachteil: Sie hat nur 5 Steckplätze und somit entscheidend weniger als die Business mit ihren 2 Gehäuseteilen. Somit mussten zwangsweise einige Module draußen bleiben – unter anderem dummerweise auch das 2TSM – und die Teilnehmer mussten auf die verbleibenden Module “reorganisiert” werden. Trotz Allem ist das im Moment zugegebenermaßen “Jammern auf hohen Niveau”. Eine knappe Stunde später lief dann alles auf der neuen Anlage.
Die legendäre Build 21
Die 6000er machte hierbei von Anfang an eine gute Figur: Der 600MHz Cortex-A8-Prozessor hat ordentlich Dampf unter der Haube und das Speicherkonzept, welches auf konventionellen Flash-Speicher verzichtet und stattdessen eine austauschbare Industrie-SD-Karte verwendet, ist deutlich schneller als beim Business. Der Webserver wurde komplett überarbeitet und wartet mit einem neuen Design auf; dies ist folglich auch noch die größte Baustelle und generiert die meisten Fehlerreports. Die ETS-Task (der TK-Anlagen-Prozess) lief von Anfang an sehr stabil, aber das Grundgerüst hierzu gibt es ja auch schon einige Jahre, und auch die Erfahrung mit dem Linux-Betriebssystem merkt man Auerswald inzwischen an.
Eine deutlich größere Herausforderung war 2004 der Feldtest der COMmander Business, welche damals ja von Grund auf neu entwickelt wurde, und die erste Anlage war, welche mit Linux auf einem kompletten Betriebssystem aufsetzte. Obwohl diese Herausforderung damals sehr gut gemeistert wurde, hatte man Anfangs doch auch das eine oder andere Stabilitätsproblem. Den Vogel abgeschossen hatte damals die legendäre erste “Build 21″, welche gleich die ganze Anlage lahmgelegt hatte und dank eines Release an einem Freitagnachmittag dann nach langer Fehlersuche den zugegebenermaßen ersten, aber einzigen Privat-Notruf an Frank an einem Samstagmorgen zur Folge hatte …
Der Fahrplan für die COMmander 6000 und Rente für die Business
In den kommenden Wochen werde ich hier ein wenig mehr über die COMmander 6000 und den Feldtest schreiben, auch über die Features des neuen Sprößlings. Nach aktueller “Roadmap” soll die Anlage ab Ende Juni offiziell “Released” werden … und meiner Einschätzung nach ist dies durchaus realistisch. Spätestens dann kann sich jeder selber ein Bild über den neuen Kommunikationsserver machen, wie eine solche ITK-Anlage ja auf neudeutsch heißt. Ein wenig Vorabinformation werdet Ihr ja bis dahin hier gelesen haben. Meine Business ist jedenfalls nun erst einmal nach 7 gemeinsamen Jahren in Rente geschickt worden, und auch bei Auerswald blüht ihr das gleiche Schicksal: Die COMmander 6000 wird die Business nämlich ablösen … wenngleich die größere Version über 5 und bis zu 15 Modulplätzen dann ausschließlich als zukunftsträchtiges 19″-Modell angeboten wird.






Also ich warte schon sehnsüchtig auf das neue Baby auf das es bei uns wachsen kann und wird. Die Aussage meines Chefs war wenn wir eine neue Anlage bekommen die eigentlich schon Ende März eingebaut werden sollte, dann müsste die zeitfreischaltung bei uns im Betrieb deutlich erhöht werden, damit ich an dem Baby schrauben könnte